Füllungen
Was sind Füllungen?
Eine Füllung ersetzt verlorene Zahnhartsubstanz, nachdem kariöses (oder anderweitig defektes) Gewebe entfernt wurde. Der Zahn wird so stabilisiert und vor weiterer Zerstörung geschützt.
Wann macht man eine Füllung?
Typische Indikationen:
Karies (Initial- bis Dentinkaries)
Frakturen kleinerer Bereiche
Erosionen/Abrasionen (Keildefekte)
Undichte alte Füllungen ersetzen
Ästhetische Defekte korrigieren
Welche Materialien gibt es?
Komposit (Kunststofffüllung)
Heutzutage Standard.
Vorteile: minimalinvasiv, ästhetisch, adhäsiv, stabil.
Nachteile: technisch sensibel (Trockenheit, Adhäsivprotokoll).
Glasionomerzement (GIZ)
Vorteile: Fluoridabgabe, feuchtigkeitstolerant, schnell.
Nachteile: weniger stabil/abriebfest.
Inlays/Onlays (Keramik)
Eigentlich keine „Füllungen“, sondern laborgefertigte Einlagefüllungen, aber gleiche Indikation (größere Defekte).
Vorteile: extrem langlebig, präzise.
Nachteile: teurer, indirekter Aufwand.
Wie lange hält eine Füllung?
Komposit: 6–12+ Jahre
GIZ: 2–5 Jahre
Keramik Inlay: 10–20+ Jahre
Haltbarkeit hängt u. a. ab von:
Oraler Hygiene, Größe des Defekts, Material, Trockenlegung, okklusaler Belastung (Bruxismus!), Operatorfaktoren.